Zu Anfang fiel es mir sehr schwer, eine geeignete Projektidee zu entwickeln. Ich wollte etwas Spezielles. Dennoch nichts zu Kompliziertes. Als ich dann endlich meine erste Projektidee entwickelt hatte und auch schon eine Projektskizze verfasst hatte, fand ich, dass ich wohl besser noch einen Back-Up Plan bereithalten sollte, falls meine Projektidee nicht funktionieren sollte. Nun, jedoch war ich wieder vor demselben Problem wie schon zuvor.

 

Was sollte ich für eine alternative Projektidee vorschlagen, falls die Durchführung meines ersten Projekts vor Ort nicht machbar sein würde? Nach langem hin und her, fiel mir jedoch eine Idee ein. 

 

Als ich nun alle meine Unterlagen fertig machte für meine Bewerbung, fiel mir etwas auf. Wenn ich schlussendlich beide Projektideen vorbereiten müsste, hätte ich ehrlich gesagt zu viel Arbeit gehabt. Die Vorbereitung für zwei Projekte hätte zu viel Zeit verbraucht, ausserdem bezweifelte ich, dass mir noch die paar Monate, die mir blieben, für beide Projekte reichen würden. So entschied ich mich schlussendlich, nur meine zweite Projektidee zu verfolgen. Der ausschlaggebende Grund hierfür war, dass ich keine Spanischkenntnisse besitzen muss. Das war für mich ein wichtiger Grund, da ich mit Kindern zusammenarbeiten werden, die wohl noch kein Englisch verstehen/sprechen und ich bis jetzt, noch praktisch keine Spanischkenntnisse besitze.

 

Um das Ganze für euch ein bisschen anschaulicher zu machen, füge ich an dieser Stelle noch meine ursprüngliche, erste Projektidee hinzu und weiter unten, das Projekt, für das ich mich letztendlich entschieden habe. Auch füge ich hinzu, welche Gedanken ich mir bei diesem Projekt gemacht habe, um zu veranschaulichen, wieso ich mich für die zweite Idee entschieden habe.

 

Internationale Brieffreundschaften:

 

Um was geht es?

Bei meiner Projektidee möchte ich eine Verbindung zwischen zwei Kulturen erstellen. Zwischen jungen Leuten des gleichen Alters, jedoch mit komplett anderen Hintergründen. Dies möchte ich mit einem Briefaustausch erreichen.

 

Was möchte ich mit diesem Projekt erreichen?

Ich möchte mit diesem Projekt erreichen, dass die Kinder mit einer anderen Kultur in Kontakt kommen. Da sie sensibilisiert werden und dies von gleichaltrigen Kindern. Das sie ihren Horizont erweitern und dabei noch wertvolle Dinge für die Zukunft mitnehmen können. Wie kann man am besten etwas über eine andere Kultur lernen? Am besten in dem man Kontakt zu jemanden hat in der anderen Kultur. Noch besser natürlich ist es, wenn man mit jemandem Erfahrungen austauschen kann, der in etwa dem gleichem Alter ist, da es einen grossen Unterschied macht, ob man mit jemandem Erwachsenen, Jugendlichem, oder einem Kind spricht, respektive schreibt. Auch will ich somit das Englisch der Kinder fördern, wo heutzutage zu einer der wichtigsten Weltsprachen zählt. Sei es nun beruflich oder privat. 

Und wie kann man das Wissen bei Kindern am besten fördern und weiterentwickeln? Indem man ihnen eine Aufgabe gibt, die Spass macht und unterhaltsam ist.

Vorbereitungen in der Schweiz

 

 Partnerschaft mit einer Grundschulklasse in Rheinfelden organisieren. (Frühenglisch schon ab der 3. Primarstufe.)

 Adresse der Schule in Rheinfelden verwenden, damit der/die Englischlehrerin, das Briefeschreiben in den Unterricht integrieren kann.

 Profile der Schüler & Schülerinnen erstellen; Alter, Geschlecht, Hobbys und Interessen, etc.

 Mit der Lehrerin zusammen eventuell ein Datum festsetzen, bei dem die Kinder miteinander Skypen können.

 Mit der Lehrerin schauen, wie lange sie an diesem Projekt für ihre Schüler interessiert wäre. Wenn langzeitiges Interesse über meinen Einsatz hinaus existieren würde, dann vor Ort nach einer «Ersatzperson» für meine Stelle suchen.

 

Was tun vor Ort

 

 Kinder auf den künftigen Briefaustausch vorbereiten. 

 

 Aussuchen der Partnerschaften anhand der mitgebrachten Profile.

 

 Stand der Englischkenntnisse prüfen; Wie gut können sie reden und schreiben?

 

 Je nach Stand des Englischs gibt es verschiedene Varianten:

 

Variante 1, schlechtes Englisch:

Mit den Kindern englisch Stunden abhalten. Hierzu kann ich mich bei der Englischlehrerin in der Schweiz informieren, was gute, einfache und spielerische Methoden hierzu wären. Natürlich wird dies schon im Vorfeld mit der Lehrerin besprochen.

Mit den Kindern zusammen die Briefe erarbeiten und sie natürlich im Englisch unterstützen. 

 

Variante 2, mittelmässiges bis gutes Englisch:

Zusammen mit den Kindern die Briefe gestalten, Grammatik etc. anschauen. Eventuell auch einfache, spielerische Englischstunden abhalten.

 

 Der Skyp-Temin als Überraschung für die Kinder durchführen. (Am besten, auch für die Kinder in der Schweiz, als Überraschung behalten.)

 

 Wenn nun von beiden Parteien, eine längere Partnerschaft gewünscht wird, nach einer «Ersatzperson» für mich suchen.

 

 «Ersatzperson» auf zukünftige Aufgabe vorbereiten und mit den Kindern vertraut machen.

 

Was könnte zu eventuellen Schwierigkeiten führen und wie würde ich diese lösen?

 

 Ein Problem könnte sein, dass die Briefe zu lange auf dem Postweg haben könnten. Ich müsste mich dafür zuerst bei den zuständigen Behörden darüber informieren, wie lange so ein Brief hätte. Sobald ich mein definitives Land für den Sozialeinsatz erfahre. Wenn es mehr als eine Woche dauern würde gibt es verschiedene Varianten, dieses Problem zu Umgehen. Es wird am Schluss die Variante gewählt, mit der beide Parteien einverstanden wären.

Variante 1:

Jedes Kind kann mit meinem Laptop einen Brief verfassen. Ich sammle alle Dokumente und sende sie der Lehrerin in der Schweiz.

Variante 2:

Wir können Videobotschaften mit den Kindern aufnehmen und sie den Kindern in der Schweiz über ihre Lehrperson zukommen lassen. Natürlich auch umgekehrt.

Variante 3:

Audiobotschaften aufnehmen und sie den Kindern in der Schweiz zukommen lassen. So könnte man auch immer noch die Überraschung mit dem skypen durchführen (auch bei Variante 1 möglich).

 

 Wie schon erwähnt, falls die Kinder in dem Land kein oder nur sehr schlecht Englisch sprechen, werde ich im Voraus mit der Lehrerin in der Schweiz anschauen, wie ich am besten in einer kurzen Zeit den Kindern das elementare Englisch beibringen kann.

 

 Natürlich können weitere Schwierigkeiten immer vor Ort auftreten. In diesem Fall würde ich halt einfach schauen, dass ich alle nur irgendwie denklichen Notfallkontakte/Infokontakte dabeihabe, bei denen ich mich dann informieren könnte.

 

Ihr seht, ich hatte ziemlich viele Bedenken bei diesem Projekt. Nun zu dem Projekt, das ich wirklich durchführen werde.

 

Mein Projekt, wie beschreibe ich das wohl am besten? Ich glaube das einfachste ist, wenn ich euch, hier an dieser Stelle einfach meinen Projektplan reinstelle. Der Projektplan, mit dem ich mich auch dazumals beworben habe. Natürlich verwende ich hier im Blog, nur den Textteil, ohne den ausgearbeiteten Zeitplan oder sonst irgendwelche Bilder etc. Auch erläutere ich hier nicht, wie ich mir die Ausführung oder sonst irgendetwas gedacht habe.  Hierbei geht es wirklich nur daum, um was es genau geht und was ich mit diesem Projekt erreichen möchte.

 

Flowball

 

Um was geht es?

Es geht um ein Gesellschaftsspiel/ Sport namens Flowball. Diese Sportart ist noch ziemlich neuartig. Es ist eine Sportart, mit dem man Geist und Körper stärken kann. Der Flowball wurde von einem ehemaligen Arbeitskollegen von mir entwickelt, der unterdessen mit Flowballs ein eigenes Unternehmen gegründet hat.

 

Was möchte ich mit diesem Projekt erreichen?

Ich möchte mit diesem Projekt Gemeinschaftsgefühl und den Geist stärken. Beim «flown» entspannt sich der Geist soweit, dass es gleichwertig ist wie eine Meditation. Es hilft beim Entspannen, konzentrieren, Aggressionsbewältigung etc., was gerade für Kinder in Drittweltländern sehr hilfreich sein kann. Auch betreibt man mit dem «flowen» einen Gemeinschaftssport. Man kann ihn nur zu zweit spielen oder in grossen Gruppen. Bei diesem Sport trainiert man den ganzen Körper, aber vor allem den Rücken, da man Drehbewegungen mit dem Oberkörper ausführt, die man im normalen Alltag nicht ausführt. Dies soll sich auf die Kinder gesundheitsfördernd auswirken. 

 

Das «beste» beim flowen, oder besser gesagt, was ihnen die meiste Freude zu Anfang bescheren wird, ist wohl, dass die Flowballs in einem ruhigen Rhythmus die Farbe wechseln, sie leuchten also. Die Bälle werde ich natürlich den Kindern nach meiner Abreise vermachen.